Strompreis 2026 in Meinier: Was Photovoltaik, Speicher und EMS-KI bringen

Ein Haushalt in Meinier zahlt 24.88 Rappen je Kilowattstunde — das ist genau der Median des Kantons Genf und 10.2 Prozent unter dem Schweizer Median. Versorgt wird die Gemeinde von Services industriels de Genève.

24.88Rp./kWh
Haushaltstarif H4 in Meinier, 2026
22.89Rp./kWh
Gewerbetarif C3, 2026
41
Photovoltaikanlagen im Register, zusammen 751 kWp
6
neue Anlagen im Jahr 2025, zusammen 193 kWp

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Alle Werte in Rappen je Kilowattstunde, Standardprodukt des Netzbetreibers. Die letzten beiden Spalten zeigen den Abstand zum Median des Kantons Genf und zum Schweizer Median.

VerbrauchsprofilTotalEnergieNetzAbgabenvs. Genfvs. CH
H4 · Haushalt, 4’500 kWh24.889.679.883.540.0 %-10.2 %
C2 · Kleinbetrieb, 30’000 kWh24.509.9710.623.640.0 %-2.4 %
C3 · Betrieb, 150’000 kWh22.8910.099.233.460.0 %-8.4 %

Quelle: ElCom, «Strompreis per Stromnetzbetreiber», Standardprodukt, über lindas.admin.ch. Abgerufen am 26.09.2026. Versorgen mehrere Netzbetreiber dieselbe Gemeinde, steht hier der Median ihrer Tarife. Massgebend ist immer die Abrechnung Ihres Netzbetreibers.

Was der Tarif von Meinier für eine eigene Anlage bedeutet

Beides sind Beispiele mit runden Annahmen, keine Zusage und keine Berechnung für ein bestimmtes Objekt. Was Ihre Liegenschaft tatsächlich trägt, hängt von Dach, Verbrauch und Lastgang ab.

Einfamilienhaus

12 kWp Photovoltaik, 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, also rund 11’400 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch ohne Speicher (30 %)
CHF 851
Eigenverbrauch mit Speicher (65 %)
CHF 1’844
Unterschied im Jahr
CHF 993

Gerechnet mit dem Gemeindetarif von 24.88 Rp./kWh: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die nicht eingekauft wird.

Mehrfamilienhaus mit ZEV

60 kWp Photovoltaik, 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, also rund 57’000 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch ohne Speicher (45 %)
CHF 6’284
Eigenverbrauch mit Speicher (80 %)
CHF 11’172
Unterschied im Jahr
CHF 4’888

Gerechnet mit dem Gemeindetarif von 24.50 Rp./kWh: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die nicht eingekauft wird.

Die Eigenverbrauchsanteile sind Erfahrungswerte für Anlagen dieser Grösse; der Speicher verschiebt Strom in die Abend- und Morgenstunden. Nicht enthalten sind Einspeisevergütung, Förderung, Kapitalkosten und die zusätzlichen Erlöse, die eine EMS-KI am Strom- und Regelenergiemarkt holt — genau die rechnen wir in der Potenzialanalyse durch.

Warum der Tarif nur die halbe Rechnung ist

Der Strompreis sagt, was eine eingekaufte Kilowattstunde kostet. Er sagt nichts darüber, was eine selbst erzeugte wert ist — und der Unterschied ist grösser, als die meisten annehmen. Wer einspeist, bekommt die Rückliefervergütung seines Netzbetreibers. Wer selbst verbraucht, spart den vollen Tarif von 24.88 Rappen. Wer speichert und zum richtigen Zeitpunkt verbraucht oder vermarktet, holt dazu noch, was der Markt in dieser Viertelstunde zahlt.

Genau das ist die Aufgabe der EMS-KI: Sie entscheidet viertelstündlich, welcher Weg die Kilowattstunde am besten verwertet — Eigenverbrauch, Speicher, Wärmepumpe, Ladepunkt oder Markt. Der Tarif Ihrer Gemeinde ist dabei eine der Eingangsgrössen.

Was in Meinier schon steht

Im Register der Elektrizitätsproduktionsanlagen des Bundes sind für Meinier 41 Photovoltaikanlagen mit zusammen 751 kWp eingetragen — im Schnitt 18.3 kWp je Anlage. Allein 2025 kamen 6 Anlagen mit 193 kWp dazu. Ob diese Anlagen einen Speicher haben und ob ihr Strom vermarktet wird, sagt das Register nicht — es führt nur die Produktion. Genau dort setzt die Potenzialanalyse an: Sie schaut, was aus einer bestehenden Anlage zusätzlich herauszuholen ist.

Quelle: Bundesamt für Energie, Elektrizitätsproduktionsanlagen (Pronovo-Register), Stand des Datenbezugs 26.09.2026.