Strompreis 2026 in Schenkon: Was Photovoltaik, Speicher und EMS-KI bringen

Ein Haushalt in Schenkon zahlt 25.41 Rappen je Kilowattstunde — das ist genau der Median des Kantons Luzern und 8.3 Prozent unter dem Schweizer Median. Versorgt wird die Gemeinde von CKW AG.

25.41Rp./kWh
Haushaltstarif H4 in Schenkon, 2026
23.63Rp./kWh
Gewerbetarif C3, 2026
181
Photovoltaikanlagen im Register, zusammen 4’769 kWp
19
neue Anlagen im Jahr 2025, zusammen 840 kWp

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Alle Werte in Rappen je Kilowattstunde, Standardprodukt des Netzbetreibers. Die letzten beiden Spalten zeigen den Abstand zum Median des Kantons Luzern und zum Schweizer Median.

VerbrauchsprofilTotalEnergieNetzAbgabenvs. Luzernvs. CH
H4 · Haushalt, 4’500 kWh25.4112.008.733.310.0 %-8.3 %
C2 · Kleinbetrieb, 30’000 kWh22.9212.007.633.08-0.3 %-8.7 %
C3 · Betrieb, 150’000 kWh23.6312.008.333.150.0 %-5.5 %

Quelle: ElCom, «Strompreis per Stromnetzbetreiber», Standardprodukt, über lindas.admin.ch. Abgerufen am 26.09.2026. Versorgen mehrere Netzbetreiber dieselbe Gemeinde, steht hier der Median ihrer Tarife. Massgebend ist immer die Abrechnung Ihres Netzbetreibers.

Was der Tarif von Schenkon für eine eigene Anlage bedeutet

Beides sind Beispiele mit runden Annahmen, keine Zusage und keine Berechnung für ein bestimmtes Objekt. Was Ihre Liegenschaft tatsächlich trägt, hängt von Dach, Verbrauch und Lastgang ab.

Einfamilienhaus

12 kWp Photovoltaik, 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, also rund 11’400 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch ohne Speicher (30 %)
CHF 869
Eigenverbrauch mit Speicher (65 %)
CHF 1’883
Unterschied im Jahr
CHF 1’014

Gerechnet mit dem Gemeindetarif von 25.41 Rp./kWh: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die nicht eingekauft wird.

Mehrfamilienhaus mit ZEV

60 kWp Photovoltaik, 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, also rund 57’000 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch ohne Speicher (45 %)
CHF 5’879
Eigenverbrauch mit Speicher (80 %)
CHF 10’452
Unterschied im Jahr
CHF 4’573

Gerechnet mit dem Gemeindetarif von 22.92 Rp./kWh: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die nicht eingekauft wird.

Die Eigenverbrauchsanteile sind Erfahrungswerte für Anlagen dieser Grösse; der Speicher verschiebt Strom in die Abend- und Morgenstunden. Nicht enthalten sind Einspeisevergütung, Förderung, Kapitalkosten und die zusätzlichen Erlöse, die eine EMS-KI am Strom- und Regelenergiemarkt holt — genau die rechnen wir in der Potenzialanalyse durch.

Warum der Tarif nur die halbe Rechnung ist

Der Strompreis sagt, was eine eingekaufte Kilowattstunde kostet. Er sagt nichts darüber, was eine selbst erzeugte wert ist — und der Unterschied ist grösser, als die meisten annehmen. Wer einspeist, bekommt die Rückliefervergütung seines Netzbetreibers. Wer selbst verbraucht, spart den vollen Tarif von 25.41 Rappen. Wer speichert und zum richtigen Zeitpunkt verbraucht oder vermarktet, holt dazu noch, was der Markt in dieser Viertelstunde zahlt.

Genau das ist die Aufgabe der EMS-KI: Sie entscheidet viertelstündlich, welcher Weg die Kilowattstunde am besten verwertet — Eigenverbrauch, Speicher, Wärmepumpe, Ladepunkt oder Markt. Der Tarif Ihrer Gemeinde ist dabei eine der Eingangsgrössen.

Was in Schenkon schon steht

Im Register der Elektrizitätsproduktionsanlagen des Bundes sind für Schenkon 181 Photovoltaikanlagen mit zusammen 4’769 kWp eingetragen — im Schnitt 26.3 kWp je Anlage. Allein 2025 kamen 19 Anlagen mit 840 kWp dazu. Ob diese Anlagen einen Speicher haben und ob ihr Strom vermarktet wird, sagt das Register nicht — es führt nur die Produktion. Genau dort setzt die Potenzialanalyse an: Sie schaut, was aus einer bestehenden Anlage zusätzlich herauszuholen ist.

Quelle: Bundesamt für Energie, Elektrizitätsproduktionsanlagen (Pronovo-Register), Stand des Datenbezugs 26.09.2026.