Strompreis 2026 in Opfikon: Was Photovoltaik, Speicher und EMS-KI bringen

Ein Haushalt in Opfikon zahlt 26.39 Rappen je Kilowattstunde — das ist 6.6 Prozent über dem Median des Kantons Zürich und 4.7 Prozent unter dem Schweizer Median. Versorgt wird die Gemeinde von Energie Opfikon AG.

26.39Rp./kWh
Haushaltstarif H4 in Opfikon, 2026
24.60Rp./kWh
Gewerbetarif C3, 2026
98
Photovoltaikanlagen im Register, zusammen 2’132 kWp
17
neue Anlagen im Jahr 2025, zusammen 359 kWp

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Alle Werte in Rappen je Kilowattstunde, Standardprodukt des Netzbetreibers. Die letzten beiden Spalten zeigen den Abstand zum Median des Kantons Zürich und zum Schweizer Median.

VerbrauchsprofilTotalEnergieNetzAbgabenvs. Zürichvs. CH
H4 · Haushalt, 4’500 kWh26.3913.169.372.80+6.6 %-4.7 %
C2 · Kleinbetrieb, 30’000 kWh25.4513.169.332.80+4.3 %+1.4 %
C3 · Betrieb, 150’000 kWh24.6012.109.642.80+0.7 %-1.6 %

Quelle: ElCom, «Strompreis per Stromnetzbetreiber», Standardprodukt, über lindas.admin.ch. Abgerufen am 26.09.2026. Versorgen mehrere Netzbetreiber dieselbe Gemeinde, steht hier der Median ihrer Tarife. Massgebend ist immer die Abrechnung Ihres Netzbetreibers.

Was der Tarif von Opfikon für eine eigene Anlage bedeutet

Beides sind Beispiele mit runden Annahmen, keine Zusage und keine Berechnung für ein bestimmtes Objekt. Was Ihre Liegenschaft tatsächlich trägt, hängt von Dach, Verbrauch und Lastgang ab.

Einfamilienhaus

12 kWp Photovoltaik, 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, also rund 11’400 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch ohne Speicher (30 %)
CHF 903
Eigenverbrauch mit Speicher (65 %)
CHF 1’955
Unterschied im Jahr
CHF 1’052

Gerechnet mit dem Gemeindetarif von 26.39 Rp./kWh: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die nicht eingekauft wird.

Mehrfamilienhaus mit ZEV

60 kWp Photovoltaik, 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, also rund 57’000 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch ohne Speicher (45 %)
CHF 6’528
Eigenverbrauch mit Speicher (80 %)
CHF 11’605
Unterschied im Jahr
CHF 5’077

Gerechnet mit dem Gemeindetarif von 25.45 Rp./kWh: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die nicht eingekauft wird.

Die Eigenverbrauchsanteile sind Erfahrungswerte für Anlagen dieser Grösse; der Speicher verschiebt Strom in die Abend- und Morgenstunden. Nicht enthalten sind Einspeisevergütung, Förderung, Kapitalkosten und die zusätzlichen Erlöse, die eine EMS-KI am Strom- und Regelenergiemarkt holt — genau die rechnen wir in der Potenzialanalyse durch.

Warum der Tarif nur die halbe Rechnung ist

Der Strompreis sagt, was eine eingekaufte Kilowattstunde kostet. Er sagt nichts darüber, was eine selbst erzeugte wert ist — und der Unterschied ist grösser, als die meisten annehmen. Wer einspeist, bekommt die Rückliefervergütung seines Netzbetreibers. Wer selbst verbraucht, spart den vollen Tarif von 26.39 Rappen. Wer speichert und zum richtigen Zeitpunkt verbraucht oder vermarktet, holt dazu noch, was der Markt in dieser Viertelstunde zahlt.

Genau das ist die Aufgabe der EMS-KI: Sie entscheidet viertelstündlich, welcher Weg die Kilowattstunde am besten verwertet — Eigenverbrauch, Speicher, Wärmepumpe, Ladepunkt oder Markt. Der Tarif Ihrer Gemeinde ist dabei eine der Eingangsgrössen.

Was in Opfikon schon steht

Im Register der Elektrizitätsproduktionsanlagen des Bundes sind für Opfikon 98 Photovoltaikanlagen mit zusammen 2’132 kWp eingetragen — im Schnitt 21.8 kWp je Anlage. Allein 2025 kamen 17 Anlagen mit 359 kWp dazu. Ob diese Anlagen einen Speicher haben und ob ihr Strom vermarktet wird, sagt das Register nicht — es führt nur die Produktion. Genau dort setzt die Potenzialanalyse an: Sie schaut, was aus einer bestehenden Anlage zusätzlich herauszuholen ist.

Quelle: Bundesamt für Energie, Elektrizitätsproduktionsanlagen (Pronovo-Register), Stand des Datenbezugs 26.09.2026.