Strompreis 2026 in Zermatt: Was Photovoltaik, Speicher und EMS-KI bringen

Ein Haushalt in Zermatt zahlt 22.32 Rappen je Kilowattstunde — das ist 16.9 Prozent unter dem Median des Kantons Wallis und 19.4 Prozent unter dem Schweizer Median. Versorgt wird die Gemeinde von EWZ Elektrizitätswerk Zermatt AG.

22.32Rp./kWh
Haushaltstarif H4 in Zermatt, 2026
17.24Rp./kWh
Gewerbetarif C3, 2026
48
Photovoltaikanlagen im Register, zusammen 1’146 kWp
6
neue Anlagen im Jahr 2025, zusammen 69 kWp

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Alle Werte in Rappen je Kilowattstunde, Standardprodukt des Netzbetreibers. Die letzten beiden Spalten zeigen den Abstand zum Median des Kantons Wallis und zum Schweizer Median.

VerbrauchsprofilTotalEnergieNetzAbgabenvs. Wallisvs. CH
H4 · Haushalt, 4’500 kWh22.327.3011.952.30-16.9 %-19.4 %
C2 · Kleinbetrieb, 30’000 kWh20.597.2110.972.30-9.4 %-18.0 %
C3 · Betrieb, 150’000 kWh17.247.237.672.30-24.8 %-31.0 %

Quelle: ElCom, «Strompreis per Stromnetzbetreiber», Standardprodukt, über lindas.admin.ch. Abgerufen am 26.09.2026. Versorgen mehrere Netzbetreiber dieselbe Gemeinde, steht hier der Median ihrer Tarife. Massgebend ist immer die Abrechnung Ihres Netzbetreibers.

Was der Tarif von Zermatt für eine eigene Anlage bedeutet

Beides sind Beispiele mit runden Annahmen, keine Zusage und keine Berechnung für ein bestimmtes Objekt. Was Ihre Liegenschaft tatsächlich trägt, hängt von Dach, Verbrauch und Lastgang ab.

Einfamilienhaus

12 kWp Photovoltaik, 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, also rund 11’400 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch ohne Speicher (30 %)
CHF 763
Eigenverbrauch mit Speicher (65 %)
CHF 1’654
Unterschied im Jahr
CHF 891

Gerechnet mit dem Gemeindetarif von 22.32 Rp./kWh: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die nicht eingekauft wird.

Mehrfamilienhaus mit ZEV

60 kWp Photovoltaik, 950 kWh Ertrag je kWp und Jahr, also rund 57’000 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch ohne Speicher (45 %)
CHF 5’281
Eigenverbrauch mit Speicher (80 %)
CHF 9’389
Unterschied im Jahr
CHF 4’108

Gerechnet mit dem Gemeindetarif von 20.59 Rp./kWh: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist eine, die nicht eingekauft wird.

Die Eigenverbrauchsanteile sind Erfahrungswerte für Anlagen dieser Grösse; der Speicher verschiebt Strom in die Abend- und Morgenstunden. Nicht enthalten sind Einspeisevergütung, Förderung, Kapitalkosten und die zusätzlichen Erlöse, die eine EMS-KI am Strom- und Regelenergiemarkt holt — genau die rechnen wir in der Potenzialanalyse durch.

Warum der Tarif nur die halbe Rechnung ist

Der Strompreis sagt, was eine eingekaufte Kilowattstunde kostet. Er sagt nichts darüber, was eine selbst erzeugte wert ist — und der Unterschied ist grösser, als die meisten annehmen. Wer einspeist, bekommt die Rückliefervergütung seines Netzbetreibers. Wer selbst verbraucht, spart den vollen Tarif von 22.32 Rappen. Wer speichert und zum richtigen Zeitpunkt verbraucht oder vermarktet, holt dazu noch, was der Markt in dieser Viertelstunde zahlt.

Genau das ist die Aufgabe der EMS-KI: Sie entscheidet viertelstündlich, welcher Weg die Kilowattstunde am besten verwertet — Eigenverbrauch, Speicher, Wärmepumpe, Ladepunkt oder Markt. Der Tarif Ihrer Gemeinde ist dabei eine der Eingangsgrössen.

Was in Zermatt schon steht

Im Register der Elektrizitätsproduktionsanlagen des Bundes sind für Zermatt 48 Photovoltaikanlagen mit zusammen 1’146 kWp eingetragen — im Schnitt 23.9 kWp je Anlage. Allein 2025 kamen 6 Anlagen mit 69 kWp dazu. Ob diese Anlagen einen Speicher haben und ob ihr Strom vermarktet wird, sagt das Register nicht — es führt nur die Produktion. Genau dort setzt die Potenzialanalyse an: Sie schaut, was aus einer bestehenden Anlage zusätzlich herauszuholen ist.

Quelle: Bundesamt für Energie, Elektrizitätsproduktionsanlagen (Pronovo-Register), Stand des Datenbezugs 26.09.2026.