Agri-PV Contracting: Anlage ohne Eigenkapital, mit LEG und Flexibilität

Agri-PV kostet rund 20 Prozent mehr als eine Dachanlage. Contracting ohne Eigenkapital, LEG und Flexibilität — und sechs Fragen an jeden Anbieter.

Agri-PV Contracting: Energiemanagement zwischen Erzeugung, Speicher und Verbrauch

Agri-PV-Anlagen kosten im Bau rund 20 Prozent mehr als vergleichbare Dachanlagen, erhalten aber dieselben Förderbedingungen. Weil eine verlässliche Rentabilitätsrechnung schwierig ist, sind Landwirte laut SRF oft darauf angewiesen, dass ein Energieversorger Finanzierung und Betrieb übernimmt.

Wie Lovatens finanziert ist

In Lovatens finanziert Romande Energie die Anlage, betreibt und unterhält sie 30 Jahre lang und vermarktet den Strom. Insolight hat die Anlage entwickelt, gebaut und die Bewilligung begleitet. Der Landwirt trägt keine Investitions-, Betriebs- oder Marktrisiken. Für viele Betriebe ist das ein überzeugendes Modell.

Drei Wege zur Agri-PV-Anlage

WegKapitalWer erhält den Stromertrag
KaufBetrieb investiertBetrieb, vollständig
Contractingkein Eigenkapitalnach Vertrag aufgeteilt
Projektgesellschaftgemeinsamnach Beteiligung

Sechs Fragen an jeden Contracting-Anbieter

1. Wer erhält den Wert des Eigenverbrauchs? Strom, den der Hof selbst nutzt, ersetzt Netzbezug. Wird er zu einem fixen Preis an den Betrieb verkauft, und wie liegt dieser unter dem Bezugstarif? 2. Ist ein Batteriespeicher vorgesehen? Ohne Speicher geht der Mittagsüberschuss zum tiefsten Preis ins Netz. 3. Wer vermarktet die Flexibilität, und wie werden die Erlöse geteilt? 4. Ist eine LEG mit Nachbarn möglich? Seit 2026 kann Strom innerhalb der Gemeinde mit einem Abschlag von 40 Prozent auf dem Netznutzungstarif abgesetzt werden, sofern er ohne Spannungstransformation fliesst, sonst 20 Prozent (Art. 19h StromVV). Die Einzelheiten stehen in LEG ab 2026. 5. Was gilt bei Hofübergabe, Verkauf oder Betriebsaufgabe? Bei 25 bis 30 Jahren Laufzeit ist das keine theoretische Frage. 6. Wer trägt den Rückbau am Ende der Laufzeit?

Unterstützung durch Kanton und Hochschule

Die ZHAW begleitet im Auftrag des Kantons Zürich (AWEL) zehn Landwirtschaftsbetriebe mit individuellen Machbarkeitsstudien, inklusive Wirtschaftlichkeitsrechnung, Vermarktungscheck und optional Batteriespeicher. Der Kanton übernimmt 90 Prozent der Kosten. Die zugrunde liegende ZHAW-Studie zu acht Flächen im Kanton Zürich fand teils lukrative Investitionsmöglichkeiten, aber hohe Anforderungen an Planung, Beratung und Genehmigung.

Was wir nicht behaupten

  • Kein Modell ist für jeden Betrieb das beste. Es hängt von Verbrauch, Netzanschluss und Kapitalbedarf des Hofs ab.
  • Wir bewerten keine Verträge Dritter. Die Fragen oben helfen beim Vergleich.

Was das für Ihren Betrieb heisst

Wir bieten alle drei Wege an: Kauf, Contracting ohne Eigenkapital und Projektgesellschaft, jeweils mit Speicher und EMS-KI, die Eigenverbrauch, LEG und Flexibilität gemeinsam optimiert. Welcher Anteil des Stroms auf dem Hof bleiben kann, zeigt Agri-PV Eigenverbrauch und Speicher: warum ohne Stromabnehmer selten etwas rentiert. Unsere EMS-KI stammt von einem Schweizer Hersteller und ist heute in über 180'000 Systemen im Einsatz. Und ein Punkt, der in keiner Liegenschaftsrechnung fehlen sollte: Jeder Franken, den die EMS-KI jährlich zusätzlich erwirtschaftet, steigert den Wert der Immobilie um rund das Zwanzigfache – bei einer Kapitalisierung von 5 %. Der genaue Satz hängt von Lage und Nutzung ab. Potenzialanalyse starten — kostenlos, oder gleich Anlage anmelden — Flexibilität zu Geld machen.

Die Agri-PV-Serie

Quellen: SRF, 24.10.2026 · Romande Energie / Insolight, 09.09.2026 · ZHAW, 14.01.2026 · Fedlex StromVV SR 734.71 — abgerufen am 24.10.2026.

Richtwerte, keine Zusicherung von Erträgen, keine Anlageempfehlung.

Häufige Fragen

Welche Finanzierungswege gibt es für eine Agri-PV-Anlage?
Kauf durch den Betrieb, Contracting ohne Eigenkapital mit vertraglich aufgeteiltem Stromertrag, oder eine Projektgesellschaft mit Ertrag nach Beteiligung.
Was kostet Agri-PV im Vergleich zu einer Dachanlage?
Im Bau rund 20 Prozent mehr als eine vergleichbare Dachanlage, bei denselben Förderbedingungen.
Welche Fragen sollte man einem Contracting-Anbieter stellen?
Wer den Wert des Eigenverbrauchs erhält, ob ein Batteriespeicher vorgesehen ist, wer die Flexibilität vermarktet und wie die Erlöse geteilt werden, ob eine LEG mit Nachbarn möglich ist, was bei Hofübergabe oder Betriebsaufgabe gilt und wer den Rückbau trägt.

Was das für Ihre Liegenschaft heisst

Die Zahlen oben gelten allgemein. Was Ihr Objekt trägt, hängt an Dach, Verbrauch und Lastgang — das rechnen wir gemeinsam durch, oder Sie rechnen selbst. Was der Strom in Ihrer Gemeinde kostet, steht in den Strompreisseiten für alle Schweizer Gemeinden.

Strompreise in Ihrem Kanton

Was der Strom bei Ihnen kostet, entscheidet mit darüber, wie viel eine Anlage einbringt. Die Tarife stehen je Gemeinde — hier der Einstieg über den Kanton: